Projekt bundeseinheitlicher Insulinplan

BIP-BeispielEin bundeseinheitlicher Insulinplan (BIP) sollte klar strukturiert, alltagstauglich und medizinisch eindeutig sein, damit Patienten sicher damit umgehen können und Behandler ihn effizient erstellen, aktualisieren und dokumentieren können.

Sie können den ersten Entwurf für die Spezifikation des BIP hier herunterladen.

Es ist auch schon ein Programm zur Erstellung eines BIP verfügbar. Sie können es als Desktop-Version in Ihrem Browser selbst testen.
 

Für Patienten steht Verständlichkeit und Sicherheit im Vordergrund. Wichtige Anforderungen sind:

  • Übersichtlichkeit & Verständlichkeit
  • einfache, klare Struktur, die auch ohne medizinische Vorkenntnisse verständlich ist.
  • gut lesbare Darstellung (Schriftgröße, Kontrast, ggf. Piktogramme)
  • alltagstaugliches Format (z.B. A4-Ausdruck, digitale Version auf Smartphone oder ePA).
  • Große, gut lesbare Schrift, klare Trennung der Abschnitte.
  • Eindeutige Begriffe statt Fachjargon (Mahlzeiten-Insulin statt Bolus-Insulin).
  • klare Angabe von Mahlzeiten-Insulin und Langzeit-Insulin, inklusive Präparate-Name, Dosierung und Injektionszeiten.

Ärzte, Diabetologische Fachkräfte und Pflege benötigen einen Plan, der medizinisch präzise und effizient zu erstellen und zu editieren ist. Notwendig sind:

  • Standardisierte Struktur und einheitliches Layout (ähnlich dem bundeseinheitlichen Medikationsplan), damit alle Leistungserbringer ihn schnell verstehen und aktualisieren können.
  • Pflichtfelder für Patientendaten, verantwortliche Praxis, Insulinpräparate, Dosierschemata und Hinweisen.
  • Einlesbarkeit eines vorhandenen BIP über einen Datamatrix-Code (ähnlich dem bundeseinheitlichen Medikationsplan), Editierbarkeit Ausgabe / Speicherung des geänderten BIP

Für die Praxisorganisation wichtig:

  • Digitale Erstellbarkeit mit Schnittstelle zu Praxissoftware und elektronischer Patientenakte, um Doppelarbeit zu vermeiden und Daten aus der Dokumentation übernehmen zu können.
  • Eindeutige Versions- und Aktualisierungslogik (Datum, verantwortliche Person), damit jederzeit klar ist, welche Fassung gilt.

Der Plan muss in verschiedene Versorgungssettings integrierbar sein (Hausarztpraxis, Diabetologie, Pflegeheim, ambulanter Pflegedienst, Krankenhäuser). Dafür sind nötig:

  • Klare Vorgaben zu einzuhaltenden Zeitfenstern für Messung, Injektion und Nahrungsaufnahme, damit Patienten und Pflegekräfte den Plan zuverlässig umsetzen können.

Zur Qualitätssicherung sollte ein bundeseinheitlicher Plan

  • leitlinienbasierte Therapieziele (z.B. individuell vereinbarte Glukoseziele) abbilden.
  • regelmäßige ärztliche Kontrollen und Anpassungen (z.B. in festgelegten Intervallen oder bei bestimmten Ereignissen) vorsehen und dokumentierbar machen.

Technische Anforderungen falls der Plan digital geführt wird (z. B. App, PDF, Webseite):
Für Patienten

  • Offline verfügbar
  • Änderungen nur durch Behandler freigegeben
  • Exportierbar (PDF, Ausdruck)

Für Ersteller

  • DSGVO-konforme Speicherung
  • Manipulationssicherheit
  • Versionshistorie

Versionsverlauf

Version 0.5

Die Erkennungsgenauigkeit bei Einlesen von DataMatrix-Codes wurde deutlich verbessert. Eine Kompression und Verschlüsselung der xml-Daten ist damit nicht mehr erforderlich und wurde wieder entfernt. Das Windows-Programm „Diabetes Management Office 2026“ wurde neu entwickelt und kann sämtliche Daten (DataMatrix, PDF, XML) verarbeiten. Es steht damit ein neues offline-Programm für die Praxen zur Verfügung, dass neben dem Insulinplan auch einen BOT-Dosissteigerungsplan, einen Plan für die Funktionelle Insulintherapie und Basalraten für die Insulinpumpentherapie erstellen kann.

Version 0.4.1

Das direkte Einlesen von xml-Dateien ist nun möglich. Kleine optische Verbesserungen.

Version 0.4

Die erstellten PFDs sind jetzt in einem konformen PDF/A-3B-Format, dass die ePA verarbeiten kann. Statt einer eingebetteten xml-Daten wird nun der DataMatrix-Code direkt von der PDF gelesen und entschlüsselt, um Änderungen am Insulinplan vornehmen zu können. Da auflösungsschwache Handscanner einen sehr engen DataMatrix-Code schlecht erkennen können, werden die Daten vor der Darstellung komprimiert und verschlüsselt. Diese gröbere Struktur des DataMatrix-Codes lässt sich besser verarbeiten. Probleme mit dem Firefox-Browser wurden gefixt.

Version 0.3

xml-Daten in die PDF integriert und Auslesen der xml-Daten aus der PDF im Programm ermöglicht – wird so von der ePA nicht sicher übernommen.
Wenn es bei Benutzung des Firefox-Browsers Probleme bei der Darstellung des Datamatrix-Codes auf der PDF gibt, müssen die Einstellungen so geändert werden: 1. in die Adresszeile „about:config“ eingeben ⎆ , 2. nach „privacy.resistFingerprinting“ suchen und von „true“ auf „false“ einstellen.

Version 0.2

Eingabefeld Zusatzinformationen ergänzt

Version 0.1

Festlegung von Form und Inhalt